Gemeinsam gegen unnötige Lebensmittelabfälle im Restmüll
Jeder von uns hat schon einmal Mist gebaut. Tatort ist die eigene Tonne: Tag für Tag landen in den Kärntner Haushalten noch genießbare oder nicht vollständig verwertete Lebensmittel einfach im Müll. Eine enorme ökonomische und ökologische Belastung, für die keine Unschuldsvermutung gilt.
Kaum zu glauben …
27 %
der weggeworfenen Lebensmittel sind noch verwertbares Obst und Gemüse
€ 400
wirft ein Haushalt in Form von Lebensmitteln jährlich in die Tonne
229.000t
Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle landen in Österreich jährlich im Restmüll
25 kg
Lebensmittel entsorgt jede:r Kärntner:in pro Jahr
Der Großteil der Lebensmittelabfälle im Restmüll geht auf private Haushalte zurück.
Mit einfachen Tipps und Tricks können wir unnötigen Lebensmittelabfall im Restmüll in Zukunft vermeiden – und damit viel Gutes tun: Für die Umwelt, das Klima und unsere Brieftasche.
ALSO: Kübeln Sie noch oder grübeln Sie schon?
Tipp #1:
Haltbarkeit
Joghurt, Eier und Obst sind bis zu 25 Tage länger haltbar als angegeben.
Milchprodukte, Obst und Eier gehören zu den Top 3 der Lebensmittel, die unnötig im Restmüll landen. Wer sich nicht nur auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verlässt, sondern die Produkte nach Geruch und Geschmack auf ihre Genießbarkeit testet, hat bis zu 25 Tage länger etwas davon. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum!
Tipp #2:
Verarbeitung
Durch vollständiges Verwerten, Einfrieren und Einkochen werden Abfall und Geld gespart.
Um Lebensmittel lange haltbar zu machen, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Rezepten. Außerdem lässt sich fast alles weiterverwerten – Überreste von Huhn oder Rind können für Suppe oder Fonds verwendet werden, aus Schalen von Äpfeln oder Kartoffeln lassen sich Chips zaubern. Harte Semmeln werden zu Semmelbröseln, Obstreste zu Smoothies – einfach ausprobieren!
Tipp #3:
Einkauf
Weniger und dafür öfter einkaufen vermeidet Lebensmittelabfälle.
Hungrig zum Großeinkauf? Lieber nicht! Am besten vor dem Einkauf die Vorräte zu Hause checken und Gerichte für zwei bis maximal drei Tage im Voraus planen. Leicht Verderbliches am besten erst kurz vor der Verwendung kaufen und Mengen wählen, die Sie auch tatsächlich verbrauchen können. Wichtig: Einkaufszettel nicht vergessen und sich daran halten!
Tipp #4:
Lagerung
Richtig gelagert, bleiben Obst und Gemüse um Tage länger frisch und knackig.
Früher war Einlagern die einzige Möglichkeit, um auch über den Winter an frisches Obst und Gemüse zu kommen. Auch heute gilt: Richtig gemacht, bleiben die Vitaminbomben lange frisch. Obst und Gemüse sollten dazu getrennt aufbewahrt werden: Salat, Beeren und Weintrauben im Kühlschrank, Tomaten, Äpfel und Kartoffeln bei Raumtemperatur.
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